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Bestattungskosten
Wenn jemand einen geliebten Menschen verliert, der vergisst in seiner Trauer manchmal, dass eine Beerdigung auch mit Kosten verbunden ist. Diese können schnell mehrere tausend Euro betragen.
Wie viel eine Beerdigung letztendlich kostet hängt unter anderem von der Art der Beerdigung ab. Man unterscheidet zwischen drei Varianten von Beerdigungen:
- Erdbestattung
- Feuerbestattung
- Seebestattung
Erdbestattung
Eine Erdbestattung beinhaltet folgende Kosten. Man benötigt als erstes einen Sarg. Wenn Menschen eine größere Leibesfülle haben, dann kann es sein, dass man ein Sondermodell benötigt, um der Größe des Leichnams gerecht zu werden. Dies bedeutet natürlich höhere Kosten. Als nächstes stellt sich die Frage, ob man ein Erdgrab haben möchte oder lieber in einer Gruft seine letzte Ruhe finden möchte. Falls noch kein Grab (z.B. Familiengrab) vorhanden ist, muss man als nächstes die Grabstelle kaufen. Diese ist abhängig von der Größe. Es gibt Einzel-, Doppel- und Dreifachgräber, usw. Der Erwerb und die Nutzung sind nur auf eine bestimmte Zeit festgelegt, der Zeitraum kann jedoch wie bei einem Familiengrab über mehrere Generationen beliebig verlängert werden. Die Verlängerungszeiten für ein Grab richten sich nach den gesetzlichen Mindestruhefristen der jeweiligen Friedhöfe.
Als nächstes fallen die Kosten für den Bestattungsunternehmer in die Waagschale. Dieser hebt das Grab aus, damit bei der Trauerzeremonie, der Sarg der Erde übergeben werden kann. Nach der Beerdigung übernimmt der Bestatter auch die Aufgabe, das Grab wieder zu schließen.
Das Bestattungsunternehmen übernimmt auch andere Aufgaben, welche bezahlt werden wollen. Der Verstorbene wird angekleidet und eingesargt. Überführung des Toten mittels eines eigens dafür konfigurierten Kraftfahrzeugs Inner- und auch Außerorts mit oder ohne Sargträger. Viele Bestattungsunternehmer bieten auch an, die behördlichen Formalitäten zu erledigen.
Zu diesen Kosten kommen noch diverse andere Leistungen. Es sind die Friedhofs- und/oder auch die Krematoriumsgebühren zu entrichten. Des Weiteren bezahlt man u.a. für die Sargausstattung, Blumen und Sargträger. Manche setzen eine Annonce bzw. Traueranzeige in die Tageszeitung. Diese kostet natürlich auch Geld. Manche lassen auch für die Zeremonie Trauerbilder anfertigen. Wenn man sich für die Beerdigung eine kirchliche Zeremonie wünscht, dann muss man auch Gebühren für den Gottesdienst, usw. entrichten.
Feuerbestattung
Bei der Feuerbestattung benötigt man auch einen Sarg. Viele denken sich, wofür benötigt man hier extra einen Sarg, wenn man verbrannt wird, aber es ist Vorschrift, dass jeder Leichnam in einem Sarg eingeäschert werden muss. Meist werden spezielle unbehandelte Kiefernholzsärge verwendet. Man kann sich aber auch für andere Modelle entscheiden.
Wichtig bei der Feuerbestattung ist, dass der Verstorbene zu Lebzeiten eine handschriftliche Verfügung verfasst hat, in der er kundtut, dass er eine Feuerbestattung für sich wünscht. Für die eigentliche Urnenbeisetzung gelten die gleichen Bedingungen und Kosten wie bei einer Erdbestattung. Auch hier entfallen Kosten auf die Einsargung und das Überführen in das Krematorium. Wenn gewünscht kann dort eine Trauerfeier abgehalten werden. Circa 1 bis 2 Wochen später erhält man die Urne mit den Überresten des Verstorbenen, bzw. sie wird an den Friedhof gesandt, an dem die letzte Ruhestätte ist. Alles Folgende ist der gleiche Ablauf wie bei der Erdbestattung mit denselben Kosten.
Seebestattung
Der Seebestattung geht eine Einäscherung voraus. Man hat also die Kosten für den Bestatter und das Krematorium zu tragen. Hierfür wird allerdings eine spezielle Seeurne gefordert. Die notwendige Organisation übernimmt das Bestattungsinstitut und nimmt hierfür auch Kontakt mit einem Institut für Seebestattungen auf. Auch die Seebestattung muss zu Lebzeiten schriftlich niedergelegt werden. Des Weiteren muss belegt werden, dass ein Bezug zur See oder zum Meer besteht (formloser Antrag).
Nach der Beisetzung erhalten die Angehörigen eine Seekarte mit Angabe der Koordinaten und einer Kopie des Logbucheintrages. Die Seeurne wird außerhalb der Drei-Meilen-Zone dem Meer übergeben, wo der Verstorbene seine letzte Ruhestätte findet.
Nach der Beerdigung können noch folgende Kosten auf einen zukommen. Die Zeitungsannonce mit der Traueranzeige wurde schon erwähnt. Des Weiteren setzt das Bestattungsunternehmen auf Wunsch auch Danksagungen auf, um diese an die entsprechenden Zeitungen weiterzuleiten.
Zu einer Beerdigung gehören für viele Menschen auch Blumen. Man kann einen Floristen beauftragen, Trauerkränze, Gestecke oder Schalen für den Sarg zu binden oder zu stecken.
Weitere Kostenpunte für die Bestattung
Ein weiterer großer Kostenpunkt ist das Grab bzw. die Grabeinfassung und der Grabstein. Man muss einen Steinmetz beauftragen, um den Grabstein für die Sarg- oder Urnenbestattung anzufertigen. Die Auswahl an Grabsteinen kennt keine Grenzen, ebenso wenig die Höhe der Preise. Man sollte vor dem Kauf mit der Friedhofsverwaltung sprechen, ob es Auflagen in der Auswahl des Grabsteines gibt.
Nach dem Setzen der Grabsteine muss das Grab bepflanzt werden. Dies kann man selbst übernehmen oder man beauftragt dafür die Friedhofsgärtnerei.
Oft wird nach der Beerdigung noch eine Trauerfeier oder ein Umtrunk veranstaltet. Hierfür fallen auch verschiedene Kosten an. Meist gibt es etwas zu essen; das können fertige Menüs sein oder die Trauergäste bedienen sich z.B. an einem kalten Büffet. Dazu kommen noch die verschiedenen Getränkekosten. Man muss für die Räumlichkeiten bezahlen und auch für Köche, Caterer, Bedienung, usw. Wenn man eine Tischdekoration wünscht, kann man hierfür u.a. den Floristen beauftragen, welcher auch die Trauergestecke usw. angefertigt hat.
Nichtsdestotrotz sind alle Arrangements einer Beerdigung auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Manche haben einen kostspieligeren, manche einen einfachen Geschmack. Da aber die Grundkosten einer Beerdigung der einfachen Ausführung schon sehr hoch sein können, ist es wichtig, schon zu Lebzeiten die richtige Entscheidung in Sachen Vorsorge zu treffen, damit auch nach dem Tod noch alles nach den eigenen Wünschen läuft und nichts dem Zufall überlassen wird.



